{"id":8186,"date":"2025-07-11T18:25:36","date_gmt":"2025-07-11T16:25:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.werkrealschule-unterer-neckar.de\/?p=8186"},"modified":"2025-07-15T10:40:00","modified_gmt":"2025-07-15T08:40:00","slug":"abschied-vom-wrs-rektor-der-lotse-geht-von-bord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.werkrealschule-unterer-neckar.de\/?p=8186","title":{"rendered":"Abschied vom WRS-Rektor: Der Lotse geht von Bord"},"content":{"rendered":"<p><strong>Portr\u00e4t: Thomas Schneider, Rektor der Werkrealschule Unterer Neckar, geht bald in den Ruhestand.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8187 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.werkrealschule-unterer-neckar.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250714_Schneider_Thomas_Web-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die Sommerferien stehen bevor, und Thomas Schneider blickt ihnen diesmal mit gemischten Gef\u00fchlen entgegen. Der Leiter der Werkrealschule Unterer Neckar (WRS) in Ladenburg tritt zum Schuljahresende in den Ruhestand. Am 23. Juli wird er offiziell verabschiedet. Das Motto \u201eDer Lotse geht von Bord\u201c zeigt die gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung, die ihm entgegengebracht wird. Schneider hat 14 Jahre lang die WRS f\u00fcr Kinder und Jugendliche aus Ladenburg, Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim geleitet, zuletzt unter schwierigsten Bedingungen: Das mehr als 150 Jahre alte WRS-Geb\u00e4ude wird seit drei Jahren aufwendig saniert, und der Unterricht findet seit September 2023 unter anderem in Containern statt. Auch dar\u00fcber sprechen wir dort mit Schneider.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Auf der Fensterbank steht ein Motorradhelm<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEine wichtige Phase meines Lebens geht zu Ende, und ich f\u00fchle mich nicht als der Mann, der nur noch mit dem Hund spazieren geht. Aber es f\u00fchlt sich richtig an, weil alles seine Zeit hat und das Angebot anzunehmen, meine Dienstzeit zu verl\u00e4ngern, auch nicht meins w\u00e4re.\u201c So beschreibt der verheiratete Vater von zwei l\u00e4ngst erwachsenen T\u00f6chtern seine widerspr\u00fcchlichen Gef\u00fchle.<br \/>\nWie er k\u00fcnftig wohl seine Zeit verbringt? Es gibt Hinweise: \u00dcber der R\u00fcckenlehne seines B\u00fcrostuhls h\u00e4ngt eine Lederjacke, auf der Fensterbank steht der Motorradhelm. \u201eIch kann mich f\u00fcr vieles begeistern, und dazu z\u00e4hlt auch das Motorradfahren, denn das gibt mir ein Gef\u00fchl, lebendig zu sein\u201c, sagt Schneider, der bei gutem Wetter gerne mit seiner BMW zur Arbeit f\u00e4hrt. Doch egal ob es regnet oder schneit: Der Familienhund, ein Rauhaardackel, muss t\u00e4glich raus. \u201ePasst auch zu mir\u201c, findet der Mann mit dem charakteristischen Schnauzbart.<br \/>\n1960 in Mannheim geboren und im Stadtteil Almenhof aufgewachsen, studierte er zun\u00e4chst an der PH Heidelberg Lehramt f\u00fcr Grund- und Hauptschule. Obendrein erwarb er einen Magistertitel als Historiker an der Universit\u00e4t Heidelberg. Urspr\u00fcnglich wollte Schneider mit dieser Studienkombination in die Museumsp\u00e4dagogik gehen, doch w\u00e4hrend des dann doch noch absolvierten Referendariats entdeckte er seine wahre Berufung: \u201eDa habe ich erst die Bedeutung des Lehrerberufs erfahren und die Begeisterung daf\u00fcr so richtig entwickelt.\u201c<br \/>\nFortan ging er ganz in dieser Aufgabe auf: Bevor er 2011 nach Ladenburg kam, leitete er neun Jahre lang eine Brennpunktschule in Mannheim, bis diese geschlossen wurde. \u201eIch war mit Ausnahme von Ladenburg immer an Brennpunktschulen t\u00e4tig\u201c, sagt Schneider. Nach 35 Jahren Schuldienst k\u00f6nne er nicht sagen, dass sich die Jugend ver\u00e4ndert habe: \u201eSie ist anders, und es ist vielf\u00e4ltiger, aber ich w\u00fcrde nicht sagen, dass die Jugend weniger begabt oder diszipliniert ist.\u201c<br \/>\nJede Zeit bringe ihre Herausforderungen mit sich. Fr\u00fcher beispielsweise seien zugezogene Sp\u00e4taussiedler ein Thema gewesen. \u201eHeute sind die damals so genannten Russlanddeutschen komplett in unserer Gesellschaft angekommen\u201c, so Schneider.<\/p>\n<p><strong>Eine Herausforderung ist die provisorische Raumsituation<\/strong><\/p>\n<p>Eine aktuelle Herausforderung f\u00fcr Sch\u00fclerschaft, Kollegium und Schulleitung ist in Ladenburg die provisorische Raumsituation. Die Sanierung soll Ende des Jahres abgeschlossen, das Geb\u00e4ude dann schadstofffrei sein. Unterrichtet wird derzeit an mehreren Standorten, der Ganztagsschulbetrieb ist eingeschr\u00e4nkt, und in den Containern wird es im Sommer sehr hei\u00df. \u201eDas Ganze ist wirklich nicht einfach, aber es wird im Gegenzug f\u00fcr zig Millionen Euro das Geb\u00e4ude f\u00fcr uns als Werkrealschule saniert\u201c, sagt Schneider.<br \/>\nDass er den Wiedereinzug nicht mehr mitgestaltet, sei f\u00fcr ihn \u201eokay\u201c. Wichtiger ist ihm, dass der Schulstandort f\u00fcr die ganz \u00fcberwiegend stets zweiz\u00fcgige WRS gesichert ist. \u201e250 Sch\u00fcler sind f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige Werkrealschule echt gut\u201c, sagt er \u2013 und betont die wichtige Rolle der Stadt Ladenburg: \u201eB\u00fcrgermeister und Gemeinderat standen seit der WRS-Gr\u00fcndung immer hinter dieser Schulart, was keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist\u201c, sagt Schneider.<br \/>\nIn Heidelberg gebe es keine Werkrealschulen mehr, in Mannheim nur noch drei. Aus seiner Sicht muss bei Bildungsreformen stets im Vordergrund stehen, \u201ewie man langfristig stabile Strukturen entwickelt, die allen Sch\u00fclern gerecht werden und ihnen beispielsweise gesellschaftliche Teilhabe verschaffen\u201c.<br \/>\nDanach gefragt, sagt er zur Diskussion um eine zentrale Schulmensa auf dem Schulcampus in Ladenburg: \u201eDie Nachfrage muss gew\u00e4hrleistet sein.\u201c An der WRS sei die Mensa \u201eein wichtiges Element, aber nicht so, dass wir sagen: Die rennen uns die Bude ein.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nachfrage f\u00fcr eine zentrale Schulmensa muss bestehen<\/strong><\/p>\n<p>An das \u201esolidarische WRS-Kollegium\u201c wird er sich besonders gerne erinnern. \u201eDiese Zugewandtheit den Kindern und Jugendlichen gegen\u00fcber und diesen Spirit, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, \u00fcber Jahre hinweg zu erleben, das ist stark.\u201c<br \/>\nK\u00fcnftig wird er mehr Zeit haben, seine geliebten Zeitschriften zu lesen. \u201eDa ist mir Qualit\u00e4tsjournalismus wichtig\u201c, betont Schneider. F\u00fcr B\u00fccher fand er bislang nur in den Ferien gen\u00fcgend Mu\u00dfe, denn von kurzen Leseabschnitten h\u00e4lt er nur wenig. Doch das wird sich ja bald \u00e4ndern.<br \/>\nEin Nachfolger steht noch nicht fest, denn das Bewerberverfahren l\u00e4uft jetzt erst. Schneiders bisheriger Stellvertreter Johannes P\u00f6ckler ist m\u00f6glicherweise ein aussichtsreicher Kandidat. <em>(Quelle Text: pj, Mannheimer Morgen, Quelle Bild: WRS)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Portr\u00e4t: Thomas Schneider, Rektor der Werkrealschule Unterer Neckar, geht bald in den Ruhestand. Die Sommerferien stehen bevor, und Thomas Schneider blickt ihnen diesmal mit gemischten Gef\u00fchlen entgegen. Der Leiter der Werkrealschule Unterer Neckar (WRS) in Ladenburg tritt zum Schuljahresende in den Ruhestand. Am 23. Juli wird er offiziell verabschiedet. 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