Die Klassen 10a und 10b der Werkrealschule Unterer Neckar haben am 23. Juli ihren Schulabschluss gefeiert – Alle 34 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs bestanden die Prüfung
In der städtischen Turnhalle erhielten die Abschlussklassen 10a und 10b der Werkrealschule Unterer Neckar am 23. Juli ihre Zeugnisse. Alle 34 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs schafften den Abschluss, 27 von ihnen erreichten die Mittlere Reife, sieben den Werkrealschulabschluss. Schulleiter Johannes Pöckler hielt seine erste Entlassrede in seiner neuen Funktion. Zuvor war er stellvertretender Schulleiter und dadurch den Absolventinnen und Absolventen bestens bekannt. Er verglich den Jahrgang mit einem besonderen Weinjahr, das nicht durch durchgehend gutes Wetter entstehe, sondern durch den Wechsel schwieriger und guter Phasen. Pöckler erinnerte an die Einschulung der Klassen im September 2020 mitten in der Corona- Pandemie mit Abstandsregeln, Masken und Wechselunterricht sowie an den späteren Fund von Asbest in den Wänden der Schule, der einen Umzug in Container nötig machte. Trotz dieser Umstände habe sich der Jahrgang in den oberen Klassen gesteigert und teils sehr gute Prüfungsergebnisse erzielt.Bürgermeister Stefan Schmutz gratulierte den Absolventinnen und Absolventen im Namen der Stadt Ladenburg und des Gemeinderats. Er sprach die aktuelle Weltlage mit Kriegen, Krisen und dem Wandel durch künstliche Intelligenz an, betonte jedoch, junge Menschen seien auf dem Arbeitsmarkt so gefragt wie selten zuvor. Allein in Deutschland gebe es rund 500 anerkannte Ausbildungsberufe. Fähigkeiten wie Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Kreativität, Empathie, Eigeninitiative und Neugierde ließen sich nicht durch künstliche Intelligenz ersetzen.Für einen musikalischen Höhepunkt des Abends sorgte die Zehntklässle- rin Mira Zrno mit einem Solostück auf der Querflöte. Während des russischen Musikstücks herrschte in der Halle völlige Stille. Bürgermeister Schmutz bedankte sich in seiner Rede bei der Schülerin für einen kulturellen Hoch- genuss“.Für einen weiteren besonderen Moment sorgten die Schülerinnen und Schüler der 10a selbst. Als Überraschungs-Act führten sie den selbst getexteten Rap ,,Papa Lawrenz“ auf, mit dem sie ihrem Klassenlehrer Björn Lawrenz dankten. Der Auftritt war nicht perfekt, wurde von den Anwesenden aber sehr gefeiert.Elternvertreter Thomas Orth beschrieb Schülerschaft, Lehrerkollegium und Elternschaft der Werkrealschule als eine eingeschworene Gemeinschaft, die gemeinsam in eine Richtung laufe. In seiner Rede erinnerte er sich an die eigene Schulzeit, in der Hitzefrei nur selten gewährt wurde und an einem Thermometer vor dem Rektorat gemessen wurde. Orth, selbst Handwerksmeister, betonte, jede Arbeit sei wichtig, und riet den Absolventinnen und Absolventen, sich persönlich in Betrieben vorzustellen und nach einem Praktikum zu fragen, statt ausschließlich Bewerbungen per E-Mail zu verschicken.Marvin Hauk, der zum ersten Mal eine Klasse als Klassenlehrer begleitete, hatte am Tag der Feier Geburtstag. Die Anwesenden stimmten spontan ein Geburtstagsständchen für ihn an. In seiner Rede blickte Hauk mit vielen persönlichen Anekdoten auf drei gemeinsame Jahre mit der Klasse zurück.
Björn Lawrenz, Klassenlehrer der 10a, der von seinen Schülerinnen und Schülern liebevoll ,Papa Lawrenz“ genannt wird, griff in seiner Rede das Thema der Generation Z auf. Er erinnerte an viele gemeinsame Erlebnisse der Klasse. Zum Abschluss wünschte er der Klasse Erfolg auf ihrem weiteren Weg und betonte, Erfolg bedeute nicht, dem Standard zu entsprechen, sondern das zu tun, wofür man wirklich brenne.
In ihrer gemeinsamen Rede blickten die Schülersprecherinnen und Schülersprecher Enes Günaydin, Nele Lukas, Roida Cincik und Melissa Janthrawiboon auf die vergangenen Schuljahre zurück. Die Rede war sehr emotional, in ihr wurde auch an eine Mitschülerin erinnert, die zu Beginn des Jahres verstorben war.
Als Jahrgangsbeste wurde Nele Lukas mit einem Notendurchschnitt von 1,1 geehrt. Nach der Zeugnisübergabe und einem Flashmob der Schülerinnen und Schüler zu „Beat it“ klang bei einem Buffet und Fotos an der Fotowand aus. (Quelle Text: Markus Weik, Ladenburger Zeitung, Quelle Bild: WRS Unterer Neckar, Online-Redaktion)

